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Was ist Sud und wie macht man das?

Sud ist allgemein eine Bezeichnung für einen konzentrierten Aufguss. In der Aquaristik macht man so etwas aus Blättern/Zapfen, welche Huminstoffe enthalten. Am besten eignen sich Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen. Die Huminstoffe (welche zum Beispiel auch in Holz enthalten sind und für die Braunfärbung des Wassers verantwortlich sind) wirken auf natürliche Weise antibakteriell und können bei Verpilzungen/Entzündungen untertützend zur Heilung eingesetzt werden.


Seemandelbaumblätter

Herstellung:

1. Man gibt 1-2 Blätter und eine Hand voll Zapfen in einen Behälter.


2. Mit einem Wasserkocher erhitzt man Wasser, es darf aber nicht kochen. Eine Temperatur von rund 60°C reicht bereits aus.


3. Das Wasser wird in den Behälter zu den Blättern/Zapfen gekippt. Dann lässt man es stehen und abkühlen. Das Wasser färbt sich sehr dunkel.


4. Diesen Mix kann man auch in einem verschlossenen Behälter einige Zeit aufbewahren. Alle paar Tage sollte er jedoch frisch gemacht werden.


5. Aus dem Behälter kann man nun eine Tasse auf ca. 2L Sepa-Wasser nutzen und einfach zum Fisch gießen. Der Fisch sollte solange gesudet werden, bis er gesund ist.


Wichtig: Da Huminstoffe absolut natürlich sind, kann man Sud nicht überdosieren. Er ist niemals schädlich. In der Natur nennt man natürlich dunkles Wasser "Schwarzwasser", da auch anderes Laub diese Huminstoffe abgeben kann. Möchte man ein natürliches Schwarzwasser-Biotop herstellen, so kann man neben Erlenzapfen und SMBB auch Eichenlaub, Walnuss etc. nehmen.


Crowntail im Sepa mit Sud und SMBB



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